Unsere Bundesadlerin mit Klimper-Wimpern

Das ist unsere Bundesadlerin. Auf Arabisch heißt sie Sukar und für die afghanische und iranischen Community tritt sie unter dem Namen Shadouneh auf. Ihr Markenzeichen: Ihre verführerischen Klimper-Wimpern und ihre leicht rauchige Stimme. Ihre Superpower: Sie kann Wahlsystem, Parteienfinanzierung und Stimmzettel-Wirrwarr so erklären, dass es sogar lustig ist. Sukar-Shadouneh ist der Star unserer gerade angelaufenen Info-Kampagne zur Bundestagswahl. Der syrische Karikaturist Noah Ibrahim hat ihr Leben unter die Flügel gehaucht, Abdolrahman Omaren, Maryam Mardani und Conny Gerlach haben dafür gesorgt, dass sie keinen Quatsch erzählt.

Hier geht es zu unserer Seite, auf der Sie alle Erklärvideos auf Arabisch finden. Wenn Sie mögen, dürfen Sie diese gerne teilen, verschicken, herunterladen und weiterverbreiten!

Wahlen steigern den Spieltrieb

Das findet zumindest Ahmad Kalaji. Er ist zuständig für unsere Erstwähler*innen Kampagne auf Instagram und hat sich eine besondere Art ausgedacht, die deprimierend trockenen Informationen über die Zusammensetzung des Bundestages und die fehlende Diversität an unsere Leser*innen zu vermitteln. Er hat daraus ein Quiz gemacht. Viel Spaß beim Klicken: Hier geht es zu Amal auf Instagram und hier zum Spiel in Videoformat.

Info-Spiel zum Thema Diversität im Bundestag. Raten Sie einmal, welche Partei die meisten Abgeordneten mit Migrationshintergrund im Bundestag haben! 

Info-Spiel zum Thema Diversität im Bundestag. Raten Sie einmal, welche Partei die meisten Abgeordneten mit Migrationshintergrund im Bundestag haben!

 

Unser erstes Mal

Normalerweise entsteht eine politische Einstellung im Laufe der Kindheit und Jugend, sie wird geprägt von oder auch gegen die Eltern, die Gesellschaft, in der man sich bewegt, spielt eine große Rolle. So kommt es auch, dass viele Menschen, die vor Wahlen einen Wahl-o-Mat befragen, welches die richtige Partei für sie ist, am Ende doch etwas anderes wählen, als das Computerprogramm vorschlägt. Nach dem Motto: “Was, ich soll FDP wählen, ich hab doch schon immer die GRÜNEN gewählt und wähle doch nicht das gleiche wie mein Vater!” Oder: “Ich, die SPD? Nur über meine Leiche! Die haben in den 1920er Jahren die Revolution verraten!”

Zur politische Sozialisation gibt es viele Studien. Was weniger gut untersucht ist, sind die Wahlentscheidung von Menschen, die plötzlich das politische System wechseln. In diesem Jahr ist die Wahlentscheidung der Erstwähler*innen aus arabischen Ländern, Iran und Afghanistan besonders interessant, da Bundeskanzlerin Merkel nicht mehr antritt. Da kann man also nicht einfach sagen: Die ist gut, die hat uns aufgenommen, die wählen wir! Es muss eine echte Entscheidung her. Wie so etwas geht, diskutieren wir im Amal, Salon! mit Erstwähler*innen aus Hamburg. Freitag, 10.9. 17 Uhr Live bei uns auf Facebook.

 

“In meinem Exil suche ich nach einem geistigen Zuhause in der Fremdsprache Deutsch und versuche zugleich den schmerzlichen Verlust meiner Heimat durch Schreiben zu verarbeiten.”
Massum Faryar, afghanischer Schriftsteller im deutschen Exil

Einladung

Gerne möchten wir an dieser Stelle noch auf eine Veranstaltung „Afghanistan – Gedanken aus dem Exil“ hinweisen, zu der die Stiftung Exilmuseum Berlin zusammen mit der Körber-Stiftung einlädt. Die Augen der Welt sind auf Afghanistan gerichtet, so auch die vieler Exil-Afghaninnen und -Afghanen in Deutschland. Der Schriftsteller Massum Faryar berichtet, wie er seine Erfahrungen und die Geschichte seines Herkunftslandes Afghanistan in seiner Kunst verarbeitet. Mit der Lesung aus seinem Roman „Buskaschi oder Der Teppich meiner Mutter“ lädt er ein, in die Geschichte des Landes am Hindukusch einzutauchen. Anschließend sprechen er und die Designerin und Frauenrechtlerin Laila Noor mit der Journalistin Nadine Kreuzahler über die aktuelle Lage im Land.Die Veranstaltung findet am Freitag, 17. September ab 19 Uhr in Berlin in der Freiluftausstellung ZU/FLUCHT, Askanischer Platz 11, 10963 Berlin ( hinter der Portalruine des Anhalter Bahnhofs) statt. Eintritt ist frei; Anmeldung ist erforderlich über: info@exilmuseum.berlin

 

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