Amal, Hamburg! Die zweite Woche

Hier erfahren Sie, was die neugegründete Amal-Redaktion in Hamburg im Alltag macht. Die drei Journalisten Omid Rezaee, Nilab Langar und Ahmad Alrifaee haben sich inzwischen an ihren Schreibtischen im Newsroom des Hamburger Abendblattes eingerichtet. Seit gut zwei Wochen ist Amal, Hamburg! online und versorgt die arabisch und farsi-dari-sprechenden Hamburgerinnen und Hamburger jeden Morgen mit den wichtigsten Nachrichten der Stadt. Dazu schaut das Team Zeitungen, Agenturen und Online-Medien durch, wählt die wichtigsten Themen und schreibt sie dann so auf, dass sie für die Zielgruppe verständlich sind. Wichtigste Quelle dabei ist natürlich das Hamburger Abendblatt, von dem auch Bilder und Texte zur Übersetzung direkt übernommen werden können. Wie alle Medien haben wir im Blick, was unserer Leserinnen und Leser besonders interessiert und so ist unsere Themenauswahl ein bisschen anders. Wir berichten etwas mehr über Themen rund um Flucht, Bleiberecht und Rassismus. Aber auch die Beerdigung der Mutter von Bundeskanzlerin Angela Merkel war bei uns Thema. Viele Leser und Leserinnen fühlten sich der Kanzlerin eng verbunden und fühlten mit ihr, so die Begründung der Redaktion. Tatsächlich bekamen wir viele Kommentare in dieser Richtung auf Facebook.
Wichtig sind natürlich auch Reportagen und Videos, die in der vergangenen Woche bei uns erschienen sind. Im Folgenden finden Sie kurze Zusammenfassungen einiger ausgewählter Texte. Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei etwas entdecken, das Sie interessiert und vielleicht geeignet ist, auch in deutschen Medien veröffentlicht zu werden. Schreiben Sie uns einfach eine Email. Wir kümmern uns darum, Ihnen den Text so schnell wie möglich auf Deutsch zur Verfügung zu stellen.

Auf der Suche nach 15 Minuten Privatsphäre


Es ist ein Thema, über das niemand gerne darüber spricht; zumindest nicht öffentlich. Geredet wird viel darüber und für manche Neuangekommene ist es sogar eines der wichtigsten Themen überhaupt. Es geht um die Liebe und ganz praktisch darum, wie Paare ihre Liebe leben können, wenn sie auf engstem Raum mit vielen anderen zusammen in einer Flüchtliungsunterkunft leben. Raghad Albunni, die selber nach ihrer Ankunft in Hamburg in einer Unterkunft lebte, schreibt über die kleinen Tricks, mit denen Paare sich mal hier 15 Minuten und mal da einen halbe Stunde Privatsphäre schaffen. Hier geht es zu dem Text auf Arabisch.

 

Eine Schwalbe in Hamburg


Kennen Sie Ahmad Ali? Nein? Erstaunlich, denn Ahmad Ali ist einer der bekanntesten Hamburger; zumindest, was die ägyptische Community in der Stadt angeht. 2011 ist er zum Studium nach Deutschland gekommen und neben seiner Arbeit betreibt er die Facebook-Seite “Ägypter in Hamburg”. Hier werden Informationen über Veranstaltungen, News und Kontaktanzeigen veröffentlicht. Es gibt Diskussionen zu Themen wie Heiraten, Aufenthalt und wie mache ich in Deutschland meinen Führerschein?. Ahmad Ali hat so viele nützliche Informationen zusammengetragen und diese will er nun in einer App bereitstellen. Sie heißt “Sanounou” das bedeutet Schwalbe. “Die Schwalbe ist ein Zugvogel, der zwischen Nordafrika und Nordeuropa lebt: so wie wir”, erklärt Ahmad Ali. Asmaa Yousouf hat mit ihm gesprochen. Hier geht es zu ihrem Text auf Arabisch.

Eine traditionelle afghanische Hochzeit, typisch deutsch

Zu einer traditionellen afghanischen Hochzeitsparty gehört eine Tanztruppe. Das ist in Afghanistan so und das gehört sich auch in Hamburg. Wie sollte es anders sein, schließlich lebt in Hamburg die größte afghanische Community außerhalb Afghanistans. So gibt es in der Hansestadt eine Tanztruppe, die bei Hochzeiten Tänze aus der Heimat aufführt. Alles ist so, wie die Menschen es aus Afghanistan kennen. Nur, dass bei der Gruppe in Hamburg Männer und Frauen gemeinsam auftreten. Das gefällt vielen, aber es gibt daran auch Kritik. Dawod Adil hat die Gruppe getroffen. Hier geht es zu seinem Video mit deutschen Untertitel.

 Amal-Tandem: Khalid Fischer und Andreas Agram suchen den Superstar


Das Label Amal, Berlin!-Tandem ist inzwischen eine feste Marke geworden und die Videos, die Khalid Alaboud und Andreas Lorenz alle zwei Wochen gemeinsam produzieren, haben viele Fans. Das wollen wir den Leserinnen und Lesern von Amal, Hamburg! nicht vorenthalten. Schließlich arbeiten Amal, Berlin! und Amal, Hamburg! eng zusammen und Khalid Alabouds und Andreas Lorenzs Betrachtungen über arabische und deutsche Schlager sind ein echter Hingucker und natürlich deutsch untertitelt.

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