illustrations: Noah Ibrahim

Moinsen, wo geht’s hier zum Test?

Unser Titelbild haben wir bei dem syrischen Karrikaturisten Nouh Ibrahim schon vor Wochen in Auftrag gegeben. Es wurde bestellt, um unsere CORONA-Story dieser Woche zu illustrieren. Khalid Alaboud schreibt auf, warum er ein Problem mit dem Impfen hat. In seinem Fall geht es nicht um Nebenwirkungen oder andere Bedenken, wie sie im Moment von Impfgegnern vorgetragen werden. Ihm sitzen die Impferfahrungen aus der syrischen Grundschule in den Knochen, wo ruppige Krankenschwestern zum Massenimpfen anrückten. Auch zeigen die Drohungen seiner Oma bis heute Wirkung. Wenn er nicht spuren wollte und quängelte, um mit auf den Markt zu gehen, drohte sie mit einem Besuch beim “Spritzenarzt”. Hier geht es zu seiner Geschichte auf Arabisch.

(Vielleicht wäre dieser Artikel auch etwas für Ihre Redaktion? Natürlich übersetzen wir ihn gerne für Sie!)

Dafür hatten wir die Karrikatur bestellt und dafür hat Nouh Ibrahim sie gezeichnet. Als Aora Helmzadeh am Montag dann für ihren Bericht über die überraschende Entscheidung der Bundesregierung, den AstraZeneca-Impfstoff nicht weiter einzusetzen, ein Bild zur Illustration suchte, war die Entscheidung schnell getroffen: “Passt doch super!”. Schwupp, war es als Aufmacher auch auf der persischen Seite.

Neu auf der Seite ist übrigens auch ein CORONA-Button: CORONA wird uns ja (leider) noch ein wenig länger beschäftigen und die Bestimmungen zur Eindämmung der Pandemie werden bestimmt auch noch oft geändert, so dass man leicht den Überblick verliert, was gerade erlaubt und was verboten ist. So verlinken wir unsere Leser*innen direkt zur immer aktuellen mehrsprachigen Seite der Bundesintegrationsbeauftragten.

Das ist das andere große Thema der Woche. Jalal Hussaini hat eines der Hamburger Schnelltestzentren besucht, wo man sich gratis testen lassen kann, und wir erklären unseren Leser*innen, wie es geht.

Hallo, hier ist Amal. Bitte bleibt dran!

Seit einiger Zeit experimentiert unsere Dari/Farsi-Redaktion mit verschiedenen Podcast-Formaten. Zugegeben, das ist nicht originell. Podcast ist gerade modern und weltweit bieten viele Medien inzwischen ihren Leser*innen auch was für die Ohren an. Für die afghanische Community ist das Format besonders geeignet, gibt es doch gerade unter den neuangekommenen Frauen viele, die nicht viel lesen und lieber hören. Maryam Mardani und Noorullah Rahmani haben die erste Folge einer neuen Podcast-Staffel aufgenommen: Nachrichten und Hintergründe im Plauderton gibt es hier.

10 Jahre danach

Die Situation in Syrien ist so, dass viele Syrer*innen, die in Deutschland leben, davon körperliche Schmerzen bekommen. Was kann man machen? Die Hilflosigkeit lähmt. Man kann etwas machen, anpacken, Container beladen. Mutaz Enjila war dabei, als neulich in Hamburg wieder Hilfsgüter verladen würden. Hier geht es zu seinem Bericht.

Am Sonntag trafen sich vor den Berliner Reichstag die Aktivist*innen der syrischen Revolution in Berlin. Künstler*innen hatten dafür eigene zum Teil sehr emotionale Bilder geschaffen. Allerdings waren diese schnell aufgeweicht, die Revolutionsfahnen verhedderten sich um die Halterungen und die Sprechchöre verhallten, ohne ein größeres Publikum zu erreichen. Amloud Alamir war dabei und hat ihre Eindrücke in diesem Video zusammengefasst: Zorn gemischt mit Frust und dem erbitterten Bemühen, den letzten Funken Hoffnung auf eine besser Zukunft nicht erlöschen zu lassen.

Fotos: Nouh Ibrahim, Amloud Alamir, Ahmad Kalaji, Anas Khabir

Amal, Hamburg! berichtet auf Arabisch und Farsi/Dari über alles, was in Hamburg wichtig ist. Gerne übersetzen wir einzelne Artikel auch ins Deutsche und stellen sie Redaktionen gegen Honorar zur Verfügung.

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