Rasmus Gerlach
30. April 2024

Amal = Hope

Haben Sie nächsten Mittwoch schon etwas vor? Nein? Das trifft sich gut! Wir möchten Sie gerne einladen. Am 1. Mai haben wir gleich zwei Jubiläen zu feiern: Seit einem Jahr haben wir eine ukrainische Redaktion in Hamburg und ganze fünf Jahre ist es her, dass unsere arabische und persische  Amal, Hamburg! Redaktion ihre Arbeit aufnahm.

 

Amal = Hope

Amal, Hamburg! im Newsroom beim Hamburger Abendblatt ca. Mai 2019. Das war damals, als es noch normal war, jeden Tag im Büro zu arbeiten…

So sieht das Team heute aus: Wir sind gewachsen – äußerlich und innerlich. Amal, Hamburg! erreicht die Communities der Hansestadt und blickt selbstbewusst in die Zukunft: Wir haben etwas zu sagen und tun dies auch.

Herzliche Einladung zur Party Amal meets Embassy of Hope

Wann? Am 1. Mai von 16 bis 24 Uhr.

Wo? In der Embassy of Hope, Thalia Theater in Altona, Gaußstraße 190 in Hamburg.

Wie? Mit Kultur und Musik, Film und Fotografie und vielen guten Gesprächen.

Eintritt ist frei, Getränke und Snacks könnt Ihr vor Ort kaufen. Wir freuen uns auf Euch!

Das Fest baut Brücken bauen zwischen Geflüchteten mit ganz unterschiedlichen Biografien und bringt Menschen zusammen, die sich sonst nur im Warteraum beim Jobcenter oder beim Elternabend in der Schule treffen – ukrainische, afghanische, iranische und arabische Freundinnen und Freunde. Auch Menschen ohne Fluchtgeschichte sind eingeladen, über diese Brücken zu gehen.

Geplant ist ein Samchikiwka-Malworkshop mit der ukrainischen Künstlerin Valentina Dobrova, ein Mini-Kurzfilm-Fest mit dem afghanischen Filmemacher Jalal Hussaini und der jemenitischen Produzentin Samah Al Shagdari, der arabische Frauenchor Ursina tritt auf, der  afghanische Rapper Sheqib Mousadek und Tahini Ensemble sind dabei, und am Ende legt die afghanische DJ Taizz auf und bringt alle Gäste zum Tanzen. Das Thalia-Theater bietet mit den Räumen in der Gaußstraße einen guten und bei den Communities eingeführten Rahmen für das Event.

Einen Platz auf der Gästeliste bekommst Du hier (Link anklicken).

Bringt gerne Eure Freundinnen und Freunde mit.

Programm:

16:00 Malerei-Workshop mit der ukrainischen Künstlerin Valentina Dobrova im Stil der Samchikiwka.

18:00 Theaterstück Heimatversuche V Stumme Schwäne – Devir (Unkostenbeitrag 5 Euro)

18:00 Einlass Ballsaal

19:00 Begrüßung Embassy of Hope und Amal, Hamburg!

19:30 Frauenchor Ursina

20:00 Kurzfilm von Jalal Hussaini

20:15 Wie Amal entstanden ist

20:30 Sheqib Mosadek singt afghanischen Rap

21:15 Kurzfim von Samah Al Shagdari

21:30 Tahini Ensemble

22:00 Tanz mit der hamburgisch-afghanischen DJ Taiiz

Viele Grüße

Das Team Von Amal, Hamburg!

Die besonderen Geschichten diese Woche

Apropos Party. Die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Brandenburgischen Herzberg ist für viele, die neu nach Deutschland kommen, die erste Station. Manche bleiben nur ein paar Wochen oder Monate, andere sind bereits seit Jahren hier.

Für die Allermeisten ist es eine schwierige Zeit. Sie verbinden mit dem Namen Herzberg in erster Linie Probleme und Hürden. Dennoch gibt es eine enge Verbundenheit zu dem Ort und zu der Unterkunft. Menschen, die hier einmal gelebt haben, kommen immer wider zurück und seit einigen Jahren treffen sich viele Afghan:innen Jahr für Jahr, um gemeinsam das Frühlingsfest zu feiern. Newroz fiel in diesem Jahr in den Fastenmonat Ramadan und so wurde das Fest verschoben und erst vergangene Woche gefeiert. Dawod Adil, der selbst auch in Herzberg gelebt hat, besuchte das Fest und hat dieses Video (mit deutschen Untertiteln) über die Herzberger Afghan:innen gemacht.

Video von Dawod Adil

Salam, Ya Habibi

Die andere besondere Geschichte handelt von einem Foto-Projekt unserer Kollegin Eman Helal. In ihrer Abschlussarbeit für ihr Fotografie-Studium hat sie muslimische Einwanderer:innen in ihrem Alltag porträtiert. Sie will damit ein Gegenbild zu dem von Stereotypen geprägten Symbolbildern schaffen, die oft in deutschen Medien verwendet werden. Oft werden Artikel über Islamthemen mit Bildern illustriert, die muslimische Frauen mit Kopftuch von hinten oder verschwommene Szenen von betenden Menschen zeigen. Der Grund dafür ist oft simpel: Oft fehlen den Redaktionen die passenden Fotos und zugleich gibt es wenig Menschen, die sich gerne für Symbolbilder fotografieren lassen. Es ist also verständlich, aber dennoch wird so ein eher abstraktes, tendenziell bedrohliches Bild vom Islam gezeichnet. Eman Helals Arbeiten sind eine Kontrapunkt: Sehr konkret, sehr dicht daran und immer voller Empathie.  Hier gibt es mehr Bilder.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Woche!